HIMMELKÖNIGIN
Marienverehrung vor und nach der Reformation

Die Ausstellung in der Jüterboger Nikolaikirche gibt einen Einblick in die Marienverehrung, die in jener Zeit das Lebens und den Glaubens der Menschen wesentlich prägte. Sie war eine äußerst lebendige Kultur. Über ihren künstlerischen Ausdruck staunen heute noch viele Menschen und sind merkwürdig berührt, und empfinden es dennoch fremd und unverständlich.

In der Nikolaikirche gibt es viele wertvolle Mariendarstellungen aus der Zeit zwischen 1430 und 1590. Sie zeigen etwas von der großen Verehrung der „ewigen Jungfrau und Gottesmutter“ in der Zeit vor der Reformation, aber auch danach. Die Ausstellung geht diesen Bildern auf den Grund, erschließt Zusammenhänge und nimmt die Besucher in eine Gedanken-Gefühls- und Glaubenswelt hinein, die von der kleinsten Stube in den größten Kosmos wächst.

Die Ausstellung ist Teil der Reformationsdekade ‘Luther 2017’ und wird von der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gefördert.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober dieses Jahres geöffnet;
Dienstag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr
Samstag bereits ab 10 Uhr.


JENSEITS
Himmelswege vor und nach der Reformation

Die Ausstellung beleuchtet, wie die Menschen des späten Mittelalters in den Himmel zu gelangen hofften. Die Reformation entzündete sich an dieser Hoffnung und beschrieb den alten Himmelsweg neu. Bildwerke vor und nach der Reformation aus dem Kirchenschatz der gotischen Hallenkirche St. Nikolai in Jüterbog geben Zeugnis davon.

Für die sakrale Kunst war die Reformation der stärkste Einschnitt. Auch die Bilder vom Himmel und die Vorstellungen von Himmelswegen haben im Laufe der Reformation einen Wandel erfahren. In der Kirchenlandschaft Brandenburgs ist die St. Nikolaikirche einerseits ein einzigartiges Zeugnis für den katholischen Bildkult, andererseits aber auch für Bildkritik und Bildverzicht der Reformatoren.

“JENSEITS – Himmelswege vor und nach der Reformation” beteiligt sich an den Veranstaltungen innerhalb der Lutherdekade. Der Ausstellungsort, die St. Nikolaikirche, zeugt mit den zahlreichen Brüchen zwischen der Kunst des Spätmittelalters und der des Konfessionellen Zeitalters von der Produktivität des Umbruches, den die Reformation auslöste. Gleichzeitig setzt die Ausstellung einen thematischen Akzent innerhalb des Deutschen Wandertages im Fläming.

Ausstellung im Rahmen der Lutherdekade
St. Nikolaikirche, Nikolaikirchplatz in 14913 Jüterbog.

23. Juni bis 31. Oktober 2012
Eröffnung: Samstag, 23. Juni, um 11.00 Uhr
Die Ausstellung ist täglich von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Konzeption:
Olivia Franke / Bernhard Gutsche

Mit freundlicher Unterstützung durch die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz